Weberei

In unserer Weberei verarbeiten wir ausschließlich Streichgarne aus regionalen Wollen, die zuvor in unserer Spinnerei hergestellt worden sind. Der erste Arbeitsschritt vor dem Weben ist das Schären der Kette. Dabei wird das Kettgarn in gewünschter Gesamtfadenanzahl auf Breite und Länge gebracht. Bereits hier wird die in der Weberei so unverzichtbare Fadenordnung der Kette festgelegt. Auf mit Lochkarten gesteuerten Greiferwebmaschinen entstehen einerseits unsere Mühlviertler und Waldschaf Tweeds, sowie als weitere Produktlinie die Rohware für unsere flauschigen Decken. Nach dem Weben wird die Rohware zum österreichischen Ausrüster geschickt. Dort werden unsere Stoffe gewaschen, leicht gewalkt und, im Falle der flauschigen Schurwolldecken, geraut.

Unser Wolllager ist die Anlaufstelle für unsere geschätzten Lieferanten, das sind die Schafhalter der Region. In der Regel wird uns die Rohwolle zweimal im Jahr, das ist jeweils nach der Schur, angeliefert. Im Haus wird die Wolle dann nach Qualität, Sorte und Farbe sortiert gelagert. Einmal pro Jahr pressen wir die Wolle in Rundballen und verbringen sie zum Waschen. Dabei verzichten wir bewusst auf den sonst zusätzlichen Vorgang des Karbonisierens, einem chemischen Ausbrennen der im Wollkleid festverhangenen Pflanzenteile.  Als Merkmal sind wenige dieser vegetabilen Reste in unseren Produkten erkennbar. Die Wollfasern jedoch bleiben elastischer, wirken lebendiger, die Grundlage des charakteristisch warmen Griffs unserer Mühlviertler Wollerzeugnisse. Die kostbare Wolle des Böhmerwaldschafs und einige andere Spezialitäten waschen wir als Kleinpartien übrigens im Haus, genauso wie jene Wollen, die uns von Schafhaltern zur Lohnverarbeitung übergeben werden.

Nach dem Waschen geht der Großteil unserer Mühlviertler Merinowolle und der melierten Wollen in eine namhafte Süddeutsche Filzfabrik. Es entstehen dort unsere Mühlviertler Filze. Der verbleibende Teil unserer Wollen kommt in Ballen gepresst zurück nach Haslach. Das Herzstück unserer Streichgarnspinnerei bildet die Kardiermaschine (auch Krempel), welche die Wolle erstmal bis zur Einzelfaser auflöst und diese in Form eines feinen Faservlieses als Produkt abgibt. Ein anschließender Florteiler zerteilt das Vlies in schmale Bändchen, welche, leicht gerundet, als Vorgarn der Spinnmaschine zugeführt werden. Dort gelangt durch Drehung die nötige Festigkeit ins Feingarn. Für unsere Strickwolle werden zwei oder drei Garne zu einem Zwirn gedreht und anschließend auf der Weife zu Strängen gehaspelt.

In unserer Weberei verarbeiten wir ausschließlich Streichgarne aus regionalen Wollen, die zuvor in unserer Spinnerei hergestellt worden sind. Der erste Arbeitsschritt vor dem Weben ist das Schären der Kette. Dabei wird das Kettgarn in gewünschter Gesamtfadenanzahl auf Breite und Länge gebracht. Bereits hier wird die in der Weberei so unverzichtbare Fadenordnung der Kette festgelegt. Auf mit Lochkarten gesteuerten Greiferwebmaschinen entstehen einerseits unsere Mühlviertler und Waldschaf Tweeds, sowie als weitere Produktlinie die Rohware für unsere flauschigen Decken. Nach dem Weben wird die Rohware zum österreichischen Ausrüster geschickt. Dort werden unsere Stoffe gewaschen, leicht gewalkt und, im Falle der flauschigen Schurwolldecken, geraut.

 

Unsere Näherei ist ein geschäftiger Ort wo alles zusammenläuft. Hier werden unsere Mühlviertler Filze, Tweedstoffe und Vliese entweder per Hand zugeschnitten oder mit unserer Balkenstanze in Form gestanzt. Vor allem aber wird genäht, und zwar sorgfältig, darauf legen wir großen Wert. Denn die kräftigen Filzlagen miteinander zu verbinden erfordert einiges an Erfahrung und Kraft. So entstehen hier mit viel Liebe unter anderem unsere geschätzten Filzpantoffel ‚Haslach‘, unsere flauschigen Schurwolldecken erhalten ihre delikate Kettelnaht, Sitzkissen werden mit reinem Schurwollvlies gefüllt und nicht zuletzt werden hier alle Produkte einer genauen Qualitätskontrolle unterzogen bevor wir sie vom Mühlviertel in die große Welt schicken dürfen.

 

Von der Kardiermaschine (Krempel) kann das Faservlies in einem separaten Vorgang abgezogen und um eine Seele aus Wollfäden herum verdreht werden. So entsteht aus unseren Wollen der sogenannte Wolldocht, ein weiches, gut daumendickes Grobgarn, welches uns als Schusseintrag für unsere robusten Schurwollteppiche dient. Hierfür verwenden wir, ganz dem Einsatz als Teppich entsprechend, eher gröbere, langstapelige Wollen, was der Langlebigkeit zu- aber einer wohligen Flauschigkeit nicht unbedingt abträglich ist. Der Schusseintrag auf unserem 320 cm breiten Teppichwebstuhl erfolgt manuell, ebenso werden eventuelle Musterakzente per Hand gesetzt. Die Kettfäden unserer Teppiche sind kräftiger Flachszwirn. In diversen Farbstellungen aus den Naturfarben der regionalen Wollen fertigen wir unsere Schurwollteppiche ausschließlich nach Maß.

In unserer Walkerei, einem Bereich den wir intern auch als Nassfilz bezeichnen, entstehen unsere beliebten Walkhausschuhe. Nachdem unser Mühlviertler Melefilz zuvor in unserer Näherei zu Walkrohlingen zugeschnitten und vernäht wurde, werden diese nun in unserer Hammerwalke so lange im Stück gewalkt, bis die gewünschte Verdichtung des Filzes erreicht ist. Diese ‚Walklinge‘ werden in mühevoller Kleinarbeit zu Paaren und nach Größen sortiert, um danach per Hand auf dem Leisten ausgeformt zu werden. Anschließend werden die Walkhausschuhe am Leisten getrocknet und mit einer Ledersohle versehen.
Im Nassfilz werden auch die Laufsohlen unserer Filzpantoffel mit einer Naturlatexschicht versehen. In diesem Bereich wird außerdem unsere Strickwolle gewaschen und getrocknet.